#2 Newsletter Oktober 2020
Newsletter im Oktober
edition assemblage
Liebe Freund:innen, liebe Genoss:innen,

es ist Herbst geworden und damit flattert euch nun ein neuer Newsletter ins Haus Darin möchten wir euch unter anderem gerne unsere zahlreichen Neuerscheinungen vorstellen.

2020 ist das Jahr ohne Buchmessen, mit weniger Terminen und der Erkenntnis, wie sehr wir eigentlich schon über digitale Wege und bestehende Beziehungen miteinander verbunden sind. So nutzen wir die gewonnene Zeit dafür, uns fortzubilden und das zu tun, wofür wir uns begeistern: Bücher machen, die emanzipatorisches Denken und Handeln fördern.

Diese Woche darf ich das zweite Buch in den Händen halten, dessen Entstehung ich von Anfang an begleiten durfte. Ich betrachte die Seiten und kann es kaum glauben: „Von den Sternen am Himmel zu den Fischen im Meer“ erscheint nun in deutscher Übersetzung- Die bunte Farbe ist bereits getrocknet. Für mich ist es eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe gewesen, Geschichten und Bilder in einer anderen Sprache lebendig werden zu lassen. Es war ein sehr schöner und spannender Prozess, den ich mit dem Übersetzer Katja Anton Cronauer, meinen Kollektiv-Kolleg:innen, dem kanadischen Verlag Arsenal Pulp Press, dem Canada Council for the Arts, der lettischen Druckerei Jelgavas Tipogrāfija und natürlich, wenn auch nicht direkt so doch über ihr Werk, den Künstler:innen Kai Cheng Thom, Kai Yun Ching & Wai-Yant Li die letzten Monate durchlaufen durfte. Dabei habe ich gelernt, was alles noch hinter dem Buchdeckel eines jeden Buches steckt.

Miu Lan weiß nicht, ob es Junge oder Mädchen sein soll. Genau wie ich. Ich wünsche allen TIN (trans, inter und nicht-binären) Personen, Kindern wie Erwachsenen, Mütter, Spielgefährt:innen und Verbündete wie Miu Lan sie letztlich trifft. Menschen, die einander akzeptieren und Freiheiten zugestehen. Freiheiten sich zu verwandeln, zu zweifeln und zu suchen und sich nicht von Geschlechtergrenzen einpferchen lassen. Das Buch macht mir Hoffnung, dass solche Begegnungen möglich sind.

Diese und alle weiteren Neuerscheinungen findet ihr unten. Lest am besten selbst und erzählt die Geschichten weiter, die euch inspirieren, verwirren oder ärgern.
In diesem Sinne wünschen wir euch geborgene Tage,

Luka, Carla, Willi, Carina & Hannah | das Kollektiv der edition assemblage
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Erscheint am 13.10.2020
 
Eine Geschichte von Kai Cheng Thom, illustriert von Kai Yun Ching & Wai-Yant Li. Aus dem kanadischen Englisch übersetzt von Katja Anton Cronauer
Von den Sternen am Himmel zu den Fischen im Meer
 
Ein Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren zum Vorlesen- und singen, das Hoffnung auf eine Welt jenseits der 2-Geschlechter macht und uns zeigt, wie Akzeptanz in einer diversen Gesellschaft (er-)lebbar ist.
   
„Was immer du dir wünschst, kannst du sein, glaub ich sehr,
von den Sternen am Himmel zu den Fischen im Meer.“

Miu Lan wird oft gefragt, wer sie ist und wer er wohl sein möge. Aber eins ist sicher: Egal was aus dem Kind wird, ihre Mutter wird ihn trotzdem lieben.
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Neu_Erscheinung zum Filmstart
 
Raquel Kishori Molt & Arpana Aischa Berndt [Hg.]
I See You – Gedanken zum Film FUTUR DREI

Herausgeber:innen Arpana Aischa Berndt und Raquel Kishori Molt stellen ihren jüngst druckfrisch zum Filmstart in der edition assemblage erschienenen Katalog wie folgt vor:
„Der Katalog „I See You – Gedanken zum Film FUTUR DREI“ ist eine kritische Auseinandersetzung mit der filmischen Darstellung von queeren und (post)-migrantischen Lebensentwürfen in unserem Einwanderungsland. Er legt Überlegungen offen, die wir während des Entstehungsprozesses von FUTUR DREI hatten. Er zeigt welche Möglichkeiten wir für den so nötigen Wandel sehen, Momente der Selbstermächtigung und Kritik.“

Unter anderem mit Beiträgen von Hengameh Yaghoobifarah, Zuher Jazmati, Jan Künemund, Nadia Shehadeh, Shermin Langhoff, Erol Yıldız und Faraz Shariat.
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Neu_Erscheinung

Riot Skirts [Hg.]
Queerfeministischer Taschenkalender 2021

Ist es denn schon 2021? Wenn man dem Film A quiet place glaubt, werden die meisten von uns 2020 gar nicht überleben, da Meteoriten die Erde fast zerstört haben und nun Aliens regieren. Aber eigentlich müssen wir uns gar nicht auf Science-Fiction einlassen, um den Ernst der Lage zu erkennen...

...damit wir nicht nur den Ernst der Lage erkennen, sondern uns auch organisieren können, hilft der Queerfeministische Taschenkalender. Er begleitet uns wie jedes Jahr mit einer guten Struktur (2021 wird es einseitige Wochenstruktur und dann jeweils Platz für Notizen geben), schönen Zeichnungen und kleinen Gedankenanstößen. Außerdem bietet er uns viele kleine Reminder, uns im Alltag an queerfeministische Geschichte(n) und Gedenktage zu erinnern.
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Inna Barinberg
Mehr ist Mehr
Meine Erfahrungen mit Polyamorie

Polyamorie kann so vieles sein: Mehr Liebe; mehr Reden; mehr Arme, die einen auffangen; mehr Eifersucht; mehr Spaß, mehr Kommunikation, ….

Auf dem Weg dahin können sich einem viele Fragen stellen, beispielsweise: Wie navigiere ich neue Beziehungsenergie? Was tue ich wenn Absprachen gebrochen werden? Wie kann ich meine Eifersucht befreunden? Und wie macht man das eigentlich mit dem Kinder kriegen?

Offen, ehrlich und undogmatisch beschreibt Inna in den Texten Innas Auseinandersetzungen mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Polyamorie.
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Neu_Erscheinung

Sibel Schick
Hallo, hört mich jemand?
Rassismuskritische und feministische Kolumnen und Kommentare

„Sibel Schick legt alles auf den Tisch, was Deutschland gern verdrängen würde. Ihre Texte sind eine Mischung aus präziser Analyse, ehrlicher Wut und wunderschöner Poesie.“
– Margarete Stokowski
 
„Es gibt derzeit niemanden, der die Deutschen so treffsicher auf die Palme bringt wie Sibel Schick.“
– Leo Fischer
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Im Juli erschienen

Taghrid Elhanafy
Trans*textual Shakespeare:
The Arabic and Persian Pre-texts of Romeo and Juliet

Series: Transcultural Literary Studies

Trans*textual Shakespeare: The Arabic and Persian Pre-texts of Romeo and Juliet also places Romeo and Juliet (c.1595) in the tradition of the Islamic philosophy of Sufism, contextualizing it as a form of ‘travelling knowledge’.
The book clearly shows how the Islamic philosophy of Sufism had always moved with the eighth-century AD Arabic story of “Majnun Layla” till it reached Shakespeare’s drama Romeo and Juliet.
The philosophy of Sufism was adapted smoothly into the Shakespearean text. Such religious adaptation in a European work contradicts any previous incorrect representations of Islam based on racial or national prejudices.
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Have a wonderful day ❤︎
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